Womit Gewächshaus bepflanzen?

veröffentlicht am 21. November 2016 in Allgemein von

Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten schmecken besser und sind gesünder. Das liegt vor allem daran, dass sie erstens im vollreifen Zustand geerntet werden können, wodurch zweitens andere Sorten geeignet sind, und drittens, weil sie ihre Vitamine und Geschmacksstoffe nicht durch lange Transportwege und Lagerung verlieren.

Das Gewächshaus beflanzen kann man mit Gemüsearten wie:

  • Tomaten
  • Gurken
  • Paprika
  • Auberginen

Diese Pflanzen wachsen im Sommer zwar auch im Freien und im hochgestellen Frühbeetkasten, jedoch sind ihre Erträge im Kleingewächshaus höher und sicherer. Zudem verlängert selbst ein uneheiztes Gewächshaus das Gemüseanbaujahr. Bereits Ende Februar / Anfang März kann man das Gewächshaus bepflanzen mit Kohlrabi, Kopfsalat und Rettich, wobei zu Anfang eine zusätzliche Abdeckung mit 1 bis 2 Lagen Vlies Schutz vor allzu tiefen Temperaturen bietet.

Ein temperiertes Gewächshaus und ein Warmhaus mit entsprechender Ausstattung machen es möglich, Wärme liebende Gemüse und Kräuter das ganze Jahr hindurch selbst zu ziehen oder Schnittlauch, Petersilie und Chicoree zu treiben.

 

Der Anbau im Verlauf des Gartenjahres

Sowohl im unbeheizten als auch im beheizten Gewächshaus sind mindestens drei nacheinander folgende Gemüsekulturen möglich:

  1. Frühjahrkulturen sind vorallem Kopfsalat, Eissalat, Schnittsalat, Kohlrabi, Rettich und Radieschen.
  2. Sommerkulturen sind Tomaten, Gurken, Paprika, Peperoni, Auberginen, Bohnen, Pepino, Melonoen, Andenbeere, Luffa und Okra.
  3. Herbkulturen sind Feldsalat, Spinat Endiviensalat, Radieschen, Gartenkresse, Löffelkraut, Salatrauke und Bremer Scheerkohl.

Im unbeheizten Gewächshaus kann ab Ende Februar / Anfang März mit dem Anbau der Frühjahrskulturen begonnen werden. Damit nicht alle Salatköpfe oder Kohlrabi gleichzeitig erntereif sind, stafelt man die Pflanzungen.

Der erste Satz der Gemüsearten wird beispielsweise Ende Februar gepflanzt, der zweite Satz zwei Wochen später Mitte März. Wer seine Jungpflanzen selber anzieht, muss also auch gestaffelt aussäen. Durch die satzweise Pflanzung erzielt man eine kontinuierlichere Ernte.

Nach der Pflanzung wird gut angegossen, und die Beete werden mit ein bis zwei Lagen Vlies abgedeckt. Nach zwei bis drei Wochen wird das Vlies entfernt, nur noch in sehr frostigen Nächten wird es wieder aufgelegt.

Im frostfrei beheizten Gewächshaus wird bereits Mitte Februar mit der Frühjahrspflanzung begonnen. Wer vorher beginnt, benötigt in der Regel eine Zusatzbelichtung, um eine gute Pflanzenqualität zu bekommen

Die Sommerkulturen können gepflanzt werden, sobald die Tagestemperaturen für die Gemüse hoch genug und keine Nachtfröste im Gewächshaus mehr zu erwarten sind. Das ist im unbeheizten Gewächshaus meist Ende April / Anfang Mai erreicht. Zu diesem Zeitpunkt können Auberginen, Paprika, Peperoni und Tomaten gepflanzt werden. Mit der Gurkenpflanzung wartet man besser noch bis Mitte / Ende Mai, genauso auch mit Okra, Andenbeere und Pepino. In beheizten Gewächshäusern kann je nach Temperatureinstellung schon früher begonnen werden.

Auf die Sommerkulturen folgen die Herbst und Winterkulturen. Endiviensalat wird spätestens in der ersten Septemberwoche gepflanzt. Dazu ist eine Anzucht Ende Juli / Anfang August notwendig. Er kann bis Weihnachten geerntet werden, wenn er bei Frostgefahr einen Vliesschutz erhält. Feldsalat für die Herbst- und Winterkultur wird Mitte September bis Anfang Oktober ausgesät oder gepflanzt. Er kann im Winter an frostfreien Tagen geerntet werden.

Spinat wird für die Herbsternte bereits Mitte August bis Mitte September ins Gewächshaus gesät, für die Überwinterung im Gewächshaus Ende September.


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